Kinderarbeit beim Hausbau

Unser Hausbau zieht sich nun schon sehr lange hin und die ständige Doppelbelastung auf Arbeit und in den eigenen vier Wänden zehrt an den restlichen Nerven. Mario bekommt schon langsam graue Haare und ich wünsche mir nichts mehr, als endlich mal richtig lange in unserem eigenen Wohnzimmer auf dem Sofa zu entspannen. Doch bis es mal soweit ist, wird wohl mindestens noch ein Jahr vergehen.

 

An diesem Wochenende werden wir wohl nach dem Wohnzimmer auch die Küche verputzt haben. Wenn die Kinder nicht bei meinen oder Marios Eltern sind, versuchen sie uns so gut es geht zu helfen. Dabei stellen sie sich gar nicht so ungeschickt an. Der Kleine fegt meistens den Staub aus den Ecken, der Mittlere reicht Werkzeug und macht sich sonst sehr nützlich und die Große kann schon richtig mitmachen beim Verputzen. Auch wenn es sich jetzt so liest, als wenn man in dem Haus nicht leben und schon gar nicht wohnen könnte, fühlen wir uns alle sehr wohl. Um die Kinder für ihr Verständnis und ihre große Hilfe zu belohnen, durften sie sich im Internet auf http://www.faltstore.tk, ihre Plissees selbst auswählen. Wenn ich früh in das Kinderzimmer komme und das Faltrollo mit Piratenmotiv nach oben ziehe, dann kann ich mir schon richtig den Rest vom Piratenkinderzimmer vorstellen. Unserer Großen, Sophie, haben wir im Internet ein Plissee mit einem Pferd bestellt und unser Faltstore ist beige. Da ich noch unsicher bin welche Farbe unsere Schlafzimmerwände bekommen werden, habe ich mich für einen dezenten Faltstore entschieden, obwohl es wirklich tolle Sachen gibt.


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Leichtsinnige Fehler und fatale Folgen

Nun wohnen wir, Mario uns Tina, schon seit ziemlich genau einem Jahr auf einer Baustelle. Schön, dass es unsere Baustelle ist, aber trotzdem nervt der Zustand, dass kein Zimmer so richtig fertig ist. Die Kosten für so einen Hausbau haben wir einfach unterschätzt. Einen Kredit mussten wir natürlich aufnehmen, auch zu sehr fairen Konditionen. Aber der Teufel steckt, wie so oft, im Detail. Klar ist es eine enorme Summe, wenn man sich so ein Fertigteilehaus bestellt und die Firma es dann aufstellt. Aber weil wir sparen wollten, haben wir uns dafür entschieden, den Innenausbau selbst zu übernehmen.

Am Anfang klappte auch noch alles nach Plan. Der Elektriker hat alle Leitungen verlegt, Steckdosen angebracht, Lichtschalter installiert und zwei Schaltkästen, im Keller und im Flur, angebracht. Auch der Einbau der Fenster, in denen eine Außenjalousie bereits integriert ist, verlief relativ reibungslos und zügig. Leider wurde die Summe in den Kostenvoranschlägen so überschritten, dass wir erst einmal einen Gang beim Hausbau herausnehmen mussten. Dummerweise haben wir uns auf die mündlichen Absprachen mit den jeweiligen Handwerkern verlassen. Der Rechtsstreit deshalb wird wohl auch noch andauern, aber der gestaltet sich recht kostenintensiv. So ein großer Fehler wird uns nie wieder passieren. Mittlerweile sichern wir uns durch einen Vertrag mit Unterschrift ab.

Wir versuchen, alles in Eigenleistung aufzubauen. Die Fenster im Bad, den Kinderzimmern sowie in unserem Schlafzimmer haben alle einen Sichtschutz in Form von Faltstores, die ich günstig ersteigert habe. Die restlichen Gardinen und einen großen Faltstore für die Verandatür werden nach und nach gekauft. Diese Woche soll die Küche verputzt und gestrichen werden.

Hausbaulust und Hausbaufrust

Mario und ich, Tina, haben schon seit einem Jahr angefangen ein Haus zu bauen. Wir haben sonst mit unseren drei Kindern in einer Altbauwohnung im Leipziger Süden gewohnt. Wenn wir den Trubel der Stadt oder das Gequietsche und Geratter der Straßenbahn satt hatten, sind wir einfach in unseren Campingbus gestiegen und ab ging es mit uns Fünfen ins Grüne. Leipzig hat da so einige schöne Ecken zu bieten, von dem noch nicht mal die Einwohner wissen, gut für uns.

Aber seitdem wir mit unserem Bus nicht mehr in die Umweltzone fahren dürfen, parkt der Bus ziemlich weit entfernt von unserer Wohnung. Zu dumm, dass wir das Mobil auch für Einkäufe und Erledigungen aller Art genutzt haben. Zuerst habe ich versucht alles mit dem Fahrrad beziehungsweise der Bahn zu erledigen. Aber Einkäufe für fünf Personen trägt man nicht nur in zwei Tüten heim! Ich könnte jetzt über den Irrsinn einer Umweltzone wettern, aber das schafft diese noch lange nicht ab…

Unsere Wohnung ist außerdem in keinem guten Zustand. Sie ist einfach alt und abgewohnt. Sicherlich ist bald eine Sanierung des gesamten Wohnhauses fällig. Der Vermieter lässt auch nicht mit sich reden und es gibt viele Verbote. Es darf nicht in die Wand gebohrt werden, Faltstores oder Jalousien dürfen nicht angebracht werden, Haustiere sind ihm sowieso ein Dorn im Auge und der Keller schimmelt und stinkt vor sich hin. Kurzum, Mario und ich haben beschlossen, dass wir anstatt des hohen Mietpreises, lieber Raten für unsere eigenen vier Wände bezahlen wollen. Wir haben nach günstigem Bauland im Großraum Leipzig Ausschau gehalten und sind in Markkleeberg fündig geworden.